Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft bei einem Ski-Unfall?

 

Seit 14 Tagen beherrscht der schwere Ski-Unfall  einer prominenten Person die Schlagzeilen. Während die Ärzte um sein Leben kämpfen, wird auch uns wieder bewusst, wie schnell es trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einem solchen Unglück kommen kann.

Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet: Hier wird geprüft, ob der Betreiber des Skigebietes seine Sorgfaltspflicht verletzt hat. Waren Pistenpräparierung und Absperrungen vorschriftsmäßig? Waren alle Gefährdungsbereiche ausreichend gekennzeichnet?

Eine schwierige Situation für den Betreiber der Anlage.

Regressforderungen an den Betreiber?

Die weitere Frage ist, ob es Regressforderungen der Leistungsträger (Kranken- und Unfallversicherung) gibt und im Fall von Prominenten evtl. Forderungen von Werbeträgern, die Ausfallzeiten etc. geltend machen könnten.

Neben dem öffentlichen Interesse hat der Betreiber ein Interesse an der Vermeidung von Negativschlagzeilen und ist hier durch seine Betriebshaftpflicht vor unberechtigten Ansprüchen geschützt und bei berechtigten Ansprüchen entsprechend seiner Deckungssumme geschützt.

 

Viele unserer Kunden haben uns darauf angesprochen, wie denn ein Rundumschutz aussehen müsste, um zumindest die finanzielle Katastrophe abzuwenden.

Sie als aktiver Sportler / aktive Sportlerin wissen selbstverständlich, dass eine gute und vollständige Ausrüstung samt Schutzkleidung(inkl. Helm etc.) ein absolutes Muss sein sollte.

Kommt es, wie in diesem prominenten Fall , dennoch zu einem schweren Unfall, sind Ihre Versicherer gefragt.

Wir legen diesen Skiunfall zugrunde: Welche Versicherungen greifen denn nun?

  • Krankenversicherung für die Heilkosten 

    Der Schaden ist in Frankreich eingetreten.In diesem Fall greift die Auslandskrankenversicherung. Diese bietet Ihnen den Schutz als Privatpatient und kümmert sich um den Rücktransport. Sie sollte für jeden gesetzlich Krankenversicherten eine Ergänzung sein.Auch für einen privat Krankenversicherten ist sie eine sinnvolle Ergänzung, da dieser sich damit evtl. Beitragsrückerstattungen erhält oder sich die im Hauptvertrag geltende Selbstbeteiligung erspart.

 

  • Krankenhaustagegeld-Versicherung 

    Pro Tag, den Sie im Krankenhaus verbringen, zahlt Ihre Versicherung die vereinbarten Betrag. Die kann je nach Tarif zwischen 5 € und 125 € liegen. Hier fließt das Geld unmittelbar nach Meldung an die Versicherung und Bestätigung Ihres stationären Aufenthaltes durch das Krankenhaus

 

  • Krankentagegeld-Versicherung 

    Ihre Lohnfortzahlung endet für Sie als Arbeitnehmer mit dem 42. Tag. Dann tritt das Krankentagegeld Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft. Dieses entspricht aber nicht Ihrem Nettoeinkommen sondern laut SGB V max. 90 % Ihres monatlichen Einkommens. Es wird Ihnen für max. 78 Wochen gezahlt. Sie als Selbständige/r sollten das Krankentagegeld in der Höhe und dem Eintrittsbeginn nach Ihren persönlichen und finanziellen Umständen bemessen. Zum Start Ihrer Selbständigkeit sollte es früher einsetzen – wenn Sie entsprechende Polster aufgebaut haben, können Sie die Karenzzeit weiter nach hinten verschieben. Hier sollten Sie unbedingt Vorsorge treffen, auch sollten das private Krankentagegeld und die Berufsunfähigkeitsversicherung aufeinander abgestimmt sein, damit Ihnen hier keine finanzielle Lücke entsteht. Wir bieten Ihnen hierzu ein entsprechendes Garantie-Zertifikat den sog. „EinkommensGarant“ an.

 

  •  Unfallversicherung 

    Die Unfallversicherung leistet nach den abgeschlossenen Leistungen:

    –   die Bergungskosten
    –   je nach Verletzung Schmerzensgeld
    –   bei bleibenden Folgeschäden eine lebenslange Rente ab 35 % Invaliditätsgrad
    –   eine Einmalleistung ab 1 % Invalidität, die Höhe ist abhängig von dem
    Invaliditätsgrad

    Für die Leistung des Unfallversicherers ist eine evtl. Mitschuld unerheblich. Das heißt, es würde nicht geprüft, ob sich außerhalb der Piste befand und dadurch vielleicht aus diesem Grunde in Gefahr geraten ist. Einzige Voraussetzung ist der Unfall an sich, also eine plötzliche von außen, unvorhergesehene Einwirkung auf den Körper.

 

  • Berufsunfähigkeitsversicherung 

    Diese greift, wenn nach dem Unfall eine um mehr als 50 %ige Berufsunfähigkeit eingetreten ist. Der Versicherer wird hier prüfen, ob eine sog. vorvertragliche Obliegenheitsverletzung nach § 28 VVG vorliegt. Gefährliche Sportarten beispielsweise müssen bei Antragsstellung angegeben werden. Lesen und beantworten Sie den Antrag wahrheitsgemäß nach Ihren sportlichen Aktivitäten. Wurde dies versäumt oder wurden falsche Angaben gemacht, kann sich der Versicherer von der Leistungspflicht komplett befreit.

 

  • Rechtsschutzversicherung 

    Wenn Schadenersatzforderungen geltend gemacht werden sollen, brauchen Sie Anwälte und Gutachter. Die können selten aus eigenen Mitteln finanziert werden.

 

Ein sehr eindrucksvoller Fall, der aber jeden Skifahrer bzw. Sporttreibenden treffen kann.

 

3 V Finanz Management GmbH

Wilhelm-Mangels-Str. 18
56410 Montabaur
Telefon: 02602 106960
Telefax: 02602 1069610
Mail: info@3v-finanz.de